Donnerstag, 2. November 2017

Vorwärts immer - Wie ich es geschafft habe, wieder zu bloggen

Puh, das wäre geschafft. Die Hürden, die ein Blogschreibender so überwinden muss, um seine feingesitigen Ergüsse in den Äther zu blasen, sind von außerordentlicher Höhe.
So habe ich mich doch nach anderthalb Jahren des Offline-Schreibens erstmal an die LogIn-Daten erinnern müssen (ganz zu schweigen davon, dass ich jetzt bestimmt eine Viertelstunde benötigt habe, den ollen Button zu finden, der es mir erlaubt, einen neuen Post anzulegen). Bevor es zur Passwortabfrage kam, brauchte ich sogar erstmal die Email-Adresse, mit der ich mich immer wieder in meinen Account gehackt habe. Ich will ja eigentlich nicht spoilern, aber ich habe mich Kraft meines überlegenen Geistes dann tatsächlich an das Ding erinnern können. Das Kennwort war dann relativ schnell in die Tastatur gehämmert.
Zunächst noch vernebelt von der grenzenlosen Euphorie, die der geglückte LogIn in mir auslöste, kroch und vor allem kriecht nun langsam die Erkenntnisaus dem Dunkel, dass ich gar keinen Anlass hatte und habe, hier zu sein. Bei Blogger.com. Ich bin ja einfach so hier gelandet. Semi-Aus-Versehen. Bei meinem letzten Besuch hier habe ich ja mehrere Aufsätze über die Arbeit verfassen wollen (Einfach, um keine wertvolle Zeit mit Arbeiten zu verschwenden). Ich musste dann aber doch schnell einsehen, dass mir das Thema doch zu fremd ist. Der Schließfach-Schlüssel unweit neben mir, fängt ja nun auch nicht einfach so an, zu einer quantenphysikalischen Fragestellung zu promovieren. Ist halt nicht sein Ding.
Wie dem auch sei, nun bin ich zurück im Internet und dann müssen wohl ein paar Industrienationen und das ein oder andere Schwellenland mal ne Familienpackung neue Server anschaffen, um den dadurch enstehenden Traffic gebändigt zu bekommen. Ich such jetzt noch ein schönes Bild raus und dann bin ich auch weitestgehend fertig für heute. Der Rest des Tages ist dann auch schon verplant. Ich muss mir nämlich noch gehörig auf die Schulter klopfen, weil mir das hier alles so gut gelungen ist.

Wer einen Grund braucht, hat schon verloren.


Donnerstag, 2. Juni 2016

Arbeiten II - Ordnung

"Ordnung ist das halbe Leben." Wer hat diesen Satz nicht auch schon von seiner Großmutter ungefragt und mit zittriger Hand ins Poesie-Album geschrieben bekommen? Tatsächlich fördert eine aufgeräumte Arbeitsumgebung das gewissenhafte Verhalten des Arbeitenden. Soviel Konsens sollte bestehen.
Doch wie halte ich Ordnung? Und welche Möglichkeiten bieten sich darüber hinaus an, mit dem vorhanden Raum so sinnvoll wie möglich umzugehen? Und wie sieht die ideale Arbeitsumgebung aus? Die letzte Frage werde ich nicht beantworten, soviel sei schonmal vorweggenommen. Die anderen wohl auch nicht. Ist viel zu aufwändig und mein Zeitmanagment lässt das aktuell nicht zu.

Ein Flachbildschirm könnte hier helfen, etwas Platz zu sparen.

Ein Tipp habe ich jedoch. Ist sozusagen ein lifehack. Man brauch eigentlich nur unzählig viel Geld (Anm. d. Verf.: das ist aktuell ein offizielles Zahlungsmittel).
Nun nimmt man das Geld. Legt es irgendwohin, wo es nicht wegkommt und wirft alles andere, was man besitzt, in den Müll und schafft den Müll weg. Nun hat man erstmal Ordnung. Wenn man nun aber etwas benötigt, kauft man es sich einfach, von dem vielen Geld, das man noch besitzt. Nach Gebrauch muss man das neu Angeschaffte anschließend nur wieder in den Müll werfen und den Müll wegbringen. Und wenn man wieder etwas braucht, kauft man es sich einfach.
So kann man zu Hause Ordnung halten, hält gleichzeitig die Wirtschaft am Laufen, was gut für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist und berauscht sich ständig am eigenen Konsum. Eine Win-Win-Win-Situation.

(Ich hatte ja mal geäußert, es würde keine Pay-Wall geben. Nach diesem Beitrag bin ich nun doch dabei zu überlegen, ob ich meine Entscheidung nicht revidieren sollte.)





Montag, 16. Mai 2016

Arbeiten I - Zeitmanagment

Das effektive Ausnutzen der zur Verfügung stehenden Zeit ist nicht das A und O des Arbeitens. Es ist das ganze verdammte ERNSTL. Nun gibt es unzählige Ratgeber, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Vergesst die. Beinahe ebensoviele Schulung werden dazu angeboten. Spart euch, da hin zu gehen.
Mit den folgenden Tipps und Tricks optimiert ihren euren Workflow und habt zukünftig viel mehr Zeit, um das erschuftete Geld wieder dem Äther der Volkswirtschaft zuzuführen.

1. Besorgt euch eine Uhr
Mit dieser nicht mehr ganz so neuen Erfindung lässt sich problemlos die Zeit messen, aber auch ermitteln, wie spät es gerade ist (wenn das eine nicht sogar mit dem anderen einhergeht).

2. Besorgt euch einen Kalend

sorry, habe gerade gesehen, dass ich ein bisschen knapp mit der Zeit bin, muss jetzt hier aufhören. Hab noch nen Haufen Arbeit vor mir. Geht bald weiter. Weiß nicht wann. Mit was anderem. Befolgt die Tipps und alles wird gut.


Montag, 9. Mai 2016

Arbeiten - Eine Einführung und Klarstellung

Stand 2014 waren in Deutschland 44.760.000 Menschen erwerbstätig. Im Frühjahr 2016 kam ich auch noch dazu. Fast unbemerkt von der Medienlandschaft der BRD verschlug es mich ins Arbeitsleben. Das blieb natürlich nicht ohne Auswirkungen. Seitdem: (früh) aufstehen, dann da sein und irgendwann in den Feierabend entlassen werden. Tag ein Tag aus.
Nun ist nur jeder zweite Deutsche zufrieden mit seinem Job. Die andere Hälfte ist es weniger. Die Gründe für diesen Missmut sind vielschichtig und sollten daher überhaupt nicht interessieren. Stattdessen möchte ich den Angestellten, Freiberuflern, sowie anderen Gaunern und Ganoven offenbaren, wie man Arbeit so gestalten kann, dass man sich wünscht, nie mehr damit aufhören zu müssen. Das geht!
Ich werde euch also fortan an meinen Erkenntnissen aus dem Arbeitsleben teilhaben lassen. Wo ist der Haken, fragt ihr euch? Kein Registrieren und kein Anmelden, also auch kein Schindluder mit euren Daten. Auch keine Paywall bei besonders substantiellen Beiträgen. Ich bin ganz offen, ich möchte der Welt etwas zurückgeben, von all dem, was ich ungefragt bekommen habe. Denn die Welt ist die Zukunft!

Samstag, 7. Mai 2016

Comeback des Jahres

Das Niveau sinkt, es geht bergab. Und da ich mich ja schon seit Jahren als Katalysator gesellschaftlicher Tendenzen begreife, kann ich diese Entwicklung nicht unbegleitet lassen. Daher geht es hier jetzt auch weiter. Soon. Genauer gesagt am 09.05.16, wenn es die Planungsfunktion von Blogger.com auf die Reihe bekommt.
Bis dahin!

Dienstag, 18. Februar 2014

Kurze Pause.

Hey hey, hier geht es erst Ende Februar/Anfang März weiter... Dem Blogbetreiber platzt gerade der Arsch vor lauter Arbeit. Bis bald! Euer Himppe

Donnerstag, 16. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub II pt.4

Ich wache auf. Davor habe zunaechst getraeumt, ich wuerde vor zig tausend Menschen gegen nen Kumpel wrestlen wollen/muessen. Beim Einlauf scheint das Publikum nicht sonderlich angetan. Vereinzeltes Raunen ertoent und ich winke ins Publikum. Nur die aelteren Damen und ein paar Kinder winken zurueck. Die sind aber in der Minderzahl. Waehrend ich den ewig langen Weg (er macht den Eindruck einer Rennstrecke) entlang stolziere, gebe ich noch seltsame Geraeusche von mir. Ich meine wohl, dass muesse so sein. Ich rolle mich seitlich unter den Ringseilen durch, mein Kontrahent versucht es kopfueber, aber daran musste er ja scheitern. Szenenwechsel. Ich sitze mit meinen Eltern und meiner Schwester am Tisch. Doch wir muessen los, irgendwohin. Der frisch gekuehrte Weltfußballer kommt des Weges und setzt sich als erster auf die Rueckbank des Mercedes' meiner Mutter. Ich denke mir, ein Erinnerungsfoto waere angebracht. Meine Schwester soll diesen Moment fuer die Ewigkeit festhalten. CR7 und H8000, zwei Maenner von Weltformat warten gemeinsam, dass meine Mutter nen Gang einlegt. Auf einmal will Jerome Boateng auch mit aufs Bild. Zum Glueck endet der Traum just in diesem Moment. Der talentarme Typ haette das Erinnerungsstück doch total versaut.
Ich muss den Wohnungsschluessel meiner Stepsister bei einer Freundin von ihr unweit meines jetzigen Standpunktes (also dort, wo ich mich befinde, während der Zeit, von der ich schreibe) abgeben. In Uniform und bewaffnet erwartet sie mich. Aber ich habe keine Angst. Sie hat keinen Grund auf mich zu schießen, sie kennt mich ja noch nicht so gut. Schluessel also abgegeben und fix zum Hauptbahnhof. Von dort alles wie gehabt.
Im Rewe-Supermarkt verzichte ich diesmal auf den Kauf von Aepfeln, ich habe ja noch drei im Rucksack. Und so erwerbe ich nur eine Koffein-Limo und -sozusagen Premiere- ein Sieger-Bier (Ein Sieger-Bier ist eigentlich eine gewoehnliche Hopfen-Kaltschale. Sie wird erst zum Sieger-Bier, wenn man sie/es trinkt und sich dabei sagt, das habe ich mir nach all den Strapazen verdient. Ob die Strapazen real oder nur imaginiert sind, das spielt dabei eigentlich keine wesentliche Rolle.). Dann fuehrt mich mein Schicksal ohne Umwege direkt zum Archiv. Dort treffe ich etwas frueher als ueblich ein und bin auch der zweite, der sich dort ueberhaupt befindet. Aber das ist ja nicht weiter schlimm.
Ich baue mein mobiles Buero auf und stelle mir als Ansporn die Flasche Staropramen ganz in die Naehe. Und dann geht es los. Der Plan ist aufgestellt. Die Uhr tickt.
Es laeuft gut. Jetzt bloß keine weitere Zeit verschwenden, indem ich mir selbst permanent auf die Schulter klopfe. Nen Apfel essen? Nachher. Ein Schluck Wasser? Gleich. Toilette? In meinem Koerper ist noch Platz. Und dann kommt der Archivar. Das habe ich ja total verdraengt. Er sieht die Kartons, die ich in den vergangenen selbsstaendig aus den Regalen genommen habe, damit er nicht vorbeikommen musste, damit ich Zeit spare, damit ich meinen Plan erfuellen kann. Begeisterung macht ein anderes Gesicht. Doch dann, Probleme mit dem Gartengrundstueck. Das soll verkauft werden, die Verwaltung kommt nicht aus dem Quark. Zinsen, Hypothek, alles was damit zusammenhaengt. Ich biete ihm an, mit ihm die ganzen Kartons wieder einzusortieren, ich hab sogar einen Wuerfel dabei, für den Fall, dass sich Unklarheiten auftun. Doch es geht auch ohne, nur meine Manpower ist gefragt. Da hat sich ja doch einiges aufgestapelt. Nun ist die Zeit doch weg. Die erste Stunde Puffer, zerflossen im ewigen Aether der Unendlichkeit. Und so kuendige ich an, dass ich waehrend unseres Gespraechs, weiter scannen wuerde und verleihe meiner Hoffnung Ausdruck, dass das Geraeusch, das der Scanner verursacht, ihn nicht stoere. Ne, das tut es nicht, darum und deswegen. Ich bitte ihn noch um die Kontaktdaten einiger Zeitzeugen und schlussendlich verabschiedet er sich und wuenscht mir alles Gute.
Ich jage alles, was noch von Relevanz erscheint ueber das Vorlagenglas, durch das USB-Kabel hinein in meinen Rechner. Da das Zimmer mit den Aktenbestaenden nun bereits abgeschlossen ist, verzichte ich wohl oder uebel auf das weitere Stoebern und packe meine siebentausend Sachen. Mit zwei Schlaegen uebermannt mich die Muedigkeit. Die ganze Zeit unter Strom und auf einmal zunehmender Druckabfall. Falle ich jetzt in einen hundertjaehrigen Schlaf? Noe, das nicht, aber auf einmal habe ich keinen Appetit mehr auf das dahinposierende Bierchen.
Die Abschiedsrunde beginnt. Auf Wiedersehen, bis bald einmal, vielen Dank und was man so sagt. Die gesamte Belegschaft versammelt sich, winkt mir und wuerft mir Kuesse hinterher. Ob er jemals wiederkommen wird, fragen sich die Mitarbeiter des NOFV lautstark gegenseitig. Traenen fließen und verwandeln den gesamten Vorplatz in einen reißenden Strom des Mitgefuehls, der Wehmut und auch der Hoffnung, mein strahlendes Laecheln bald wiedersehen zu duerfen.
Und so entwerte ich zum vorlaeufig letzten Mal ein Ticket und fahre mit den grimmigen Berlinern zum Hauptbahnhof.
Dort ist die Hoelle los. Sind wohl ein paar Verkehrsmittel der DB mit Verspaetung unterwegs. Entgleiste Gesichtzuege allenthalben, das pure Entsetzen. Menschen stuerzen sich vom Obergeschoss in die Tiefe, doch ich habe noch immer keine Lust auf mein Sieger-Bier. Der Connex kommt. Ich steige mit einer Krokodilstraene im Knopfloch in diese Schlange aus Stahl und uebelriechenden Sitzbezuegen. Auf geht es in meine Geburtsstadt. Lange nicht mehr dagewesen.
Am Hauptbahnhof spuckt uns der Zug aus und ich laufe nach Hause. Das Geld werfe ich den Leipziger Verkehrsbetrieben nicht in ihren gierigen Schlund. Eine kurze Ruhepause. Zeit zur Besinnung. Und dann gehts ins Bett. Schlafen. Ob Jerome noch auf das Foto wartet?
Bis bald. Euer Himppe.