Donnerstag, 10. Mai 2012

Wenn man mal seine Ruhe haben will.

Da scheißt der Fuchs in´n Bau! Da ist doch tatsächlich die erste Reise, die ich unternehme, ne Spezial-Reise. Und... genau, das Thema war passenderweise: Schlager! Und da war auch nicht irgendwer an Bord..Ne! Michi Holm, der alte Barde, Irene Sheer – extra für ihr hundertjähriges Bühnenjubiläum wieder exhumiert – und eine gewisse Helene Fischer. Angeblich die Person, an der sich der geniale Florian Silbereisen dank Heiratsurkunde regelmäßig vergehen darf oder jetzt besser gesagt durfte.. mehr dazu weiter unten.
Und dementsprechend auch das Publikum: Betrunkene everywhere: grölend im Pool oder in der Horizontalen auf dem Gang. Ganz nach dem Motto: Wenn schon Schlager, dann auch richtig. Oder andersrum. Wenn auch Schlager, dann schon richtig..oder Richtig auch dann, Schlager schon wenn..oder githcir hcua nnad, regalhcS nohcs nneW. Wie dem auch sei...
Es ist irgendwann in der Vergangenheit. Ich habe gerade Feierabend, da werde ich von hinten angesprochen. Von einer mir nicht gänzlich unbekannten Stimme. Sie sagt: „Himppe!“ Ich drehe mich um und erwidere erstmal nichts. „Kennst du mich noch?“ Es arbeitet in mir, aber ich komme nicht auf ihren Namen. „Ich bins, Helene, wir haben uns beim Schlagerfestival in Marnsdorf kennengelernt und dann nochmal beim Echo kurz unterhalten.. Helene Fischer, erinnerst du dich nicht?“ will sie mir auf die Sprünge helfen. Ich gestehe ihr, dass ich das Jahr über zuviele Auftritte hatte, um mich an jeden Einzelnen zu erinnern, aber ich würde mich selbstverständlich über ihre Anwesenheit freuen (Letzteres war natürlich gelogen, es war mir scheissegal ob sie oder ne Tüte Plaste-Löffel). Also sage ich ihr, dass ich noch zu arbeiten hätte. Sie lässt sich nicht so einfach abwimmeln und wir tauschen letztendlich noch Autogrammkarten aus. Dabei schreibt sie zwar meinen richtigen Vornahmen auf, jedoch ohne das notwendige Sir. Außer mir über diesen Fauxpas, pfeffer ich ihr eine und schmeiss sie über die Reling (ja, da bin ich sehr penibel). Die Menge jubelt mir zu und ich geh an die Theke um mein Feierabendbierkasten zu mir zu nehmen. Schulterklopfen allenthalben, bis mir das alles zu viel wird und ich die Bar schließen lasse um endlich mal meine Ruhe zu haben. Kann manchmal ganz schön stressig sein an Bord.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen