Dienstag, 14. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub II pt.1

Und schon geht es weiter. Das Wochenende hat sich in seinen wohlverdienten Urlaub verabschiedet. Derweil begebe ich mich mit dem Interconnex wieder nach Berlin. Mit knapper Lichtgeschwindigkeit fegt der Zug ueber die Gleise, die Landschaft pfeift am Fenster vorbei. Nur ein Wimpernschlag spaeter steige ich erhobenen Hauptes aus dem Zug. Und ab gehts zum Archiv, der Weg ist ja ein alter Bekannter. Ach ja,  bevor ich das Fazit vergesse:

Jo.

Da die Zeit schon wieder ein paar tiefe Krater in mein Gedaechtnis gesprengt hat, muss ich mal tief in mich gehen, um rekonstruieren zu koennen, was da so ging...
Der nette Herr Archivar begrueßt mich, wie einen alten Freund von der Parteischule. Alsbald suchen wir dann auch schon ein paar Akten heraus. Sie gieren geradezu darauf, von mir bearbeitet zu werden. Nebenher informiert er mich ueber ein Gespraech zwischen ihm und dem Herrn Geschaeftsfuehrer am vergangenen Freitag. Der Herr Geschaeftsfuehrer wolle gerne noch ein paar Euro mehr fuer die Nutzung seines Stiefkindes (damit ist das Archiv gemeint, ist nur ein sprachliches Bild) von mir. Seltsam, haben wir doch am Freitag Nachmittag ein angeregtes Gespraech gefuehrt, da waere es doch angebracht gewesen, mal darauf hinzuweisen. Naja, noch verbuche ich das unter der Rubrik Geruecht. Tiefenentspannt zauber ich meinen Scanner aus der Hosentasche und acker die Laenderspiele der 80er durch, die extra abgelegt wurden. Wenig spaeter faengt auch die eine Sekretaerin mit der "Himppe der mutmaßliche Goldesel des NOFV"-Geschichte an. Da ich nun davon ausgehen muss, dass da irgendwas dran ist, entschließe ich mich dazu, meine Argumentation bezueglich des Archivs zu aendern. Von "Ja, gut, dass es das gibt..klasse" hin zu einem "Boah, ne, hilft mir nicht weiter, fehlende Deckblaetter, willkuerliche Ablage. Am besten zumachen, die ganze Bude". Ich arbeite weiter. Irgendwann wird er schon kommen...

Nach getaner Arbeit bemerke ich in meinem Domizil das Fehlen meines Ladegeraetes. Auch das mehrmalige Ueberpruefen des gleichen Lochs meines Rucksacks vermag daran nichts zu aendern. Ziemlicher Mist. Vielleicht laeuft ja wenigstens ein Krimi. Seit letzter Woche hat es mich ja angefixt. Aber auch hier Fehlanzeige. Die Woche beginnt so, wie der Zweite Weltkrieg fuer die Deutschen endete. Mit der ein oder anderen Enttaeuschung.
Also Laptop anwerfen und mal Speicherplatz freimachen. Kommt man ja sonst nicht dazu. Das Leben haelt ja fuer gewoehnlich zig Alternativen bereit. Man muss nur zugreifen. Wo die Speicherleiste des Festplattenlaufwerks C fuer gewoehnlich in einem bedrohlichen Rot daherkommt, scheint sie nun freundlich blau. Und dann ist es auch schon spaet genug fuers Fernsehen. Jetzt muss ich allerdings zwischen Inspector Barnaby und Poltergeist waehlen. Ich entscheide mich fuer den Horrorklassiker aus der fernen Zeit ohne ausufernde Computeranimationen. So spannend, ich schlaf zeitnah ein. Und das war es dann auch fuer den Montag.
Bis bald. Euer Himppe

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