Mittwoch, 8. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub pt.3

Tja, also Tag Nummer 3 oder der dritte Tag, ganz wie einem beliebt, mir ist es gleich. Nun noch schnell das Fazit ueber den Tag rausgehauen:

Befriedigend.

Aber ganz von vorn. Diesmal stehe ich noch eine viertel Stunde eher auf. Noch bevor meine liebe Stiefschwester von Arbeit kommt sitze ich schon in meinem Bett und bemitleide mich selbst. "Ahh, so frueh, ich armer Kerl. Jammer." Dann Dusche, Klamotten an, Rucksack auf den Buckel und dann immer der Nase nach.
Die Bahnhofsbewohner grueßen mich nun schon. Doch sie wissen auch, fuer Smalltalk hat der feine Herr keine Zeit, er muss arbeiten. S-Bahn knapp verpasst, ich bestell einfach eine Neue. 10 Minuten muss ich aber warten, teilt Herr Grube mir telefonisch mit. Da kommt Sie. Ab hier ist alles weitere bereits zum Ritual verkommen. Rein und am Alexanderplatz wieder raus, in die Straßenbahn rein und an der ... an einer Haltestelle wieder raus, rein in den Rewe und wieder raus. Dann kipp ich mir 2 Flaschen Club Mate-Imitat in den Kopf und weiter gehts die Onanke-Straße runter, Archiv, klingeln, guten Morgen blablabla, neues Glas, danke, ein Odeuvre? Danke, koennte ich noch etwas Kaviar haben, bitte?
So und dann ist es meist (zweimal bereits, dieses mal mit eingerechnet) schon halb 9 und ich habe Zeitdruck. In anderthalb Stunden kommt schließlich der Archivar und es gibt noch ein paar Jahrtausende Menschheitsgeschichte, die noch nicht thematisiert wurden.
Wie ich so gefangen bin in meiner Beschaefttigung, verliere ich die Zeit aus beiden Augen. Ploetzlich kommt die Sekretaerin ins Zimmer ujd teilt mir mit, dass der Archivar Probleme mit seinem Auto hat (es ist kaputt) und er es am heutigen Tage nicht vermag, zu erscheinen. Wenngleich ich ob der Tatsache, konzentriert weiterarbeiten zu koenndn nicht in Traenen ausbreche, realisiere ich nach und nach, dass dieser Sachverhalt nicht ohne Probleme fuer meine weitere Arbeit sein wird. Denn meine zu bearbeitenden Akten werden sich am Ende des Tages auf die gefaehrliche Zahl 0 reduzieren und so sein Auto nicht ueber - fuer ordinaere PKWs unuebliche - Selbstheilungskraefte verfuegt, wird sich das wohl am folgenden Folgetag nicht signifikant aendern...
We will see. Daumen fest gedrueckt und Stoßgebete in den Himmel schleudernd, verlasse ich am Ende des Arbeitstages - also dreiviertel 4 - das Archiv und  begebe mich auf den Weg in meine Bleibe. Heute soll es Sushi geben. Mein Leibgericht... Nicht. Aber ich bin ja immer offen fuer Neues, wenn der Mond im richtigen Winkel zu.. Naja, ich bemuehe mich zumindest. Ich bestelle mir also Fisch mit Reis und Algen sowie Pilze mit Reis und Algen. Ich muss sagen, es gibt Schlimmeres. Hungern zum Beispiel oder ein doppelter Kreuzbandriss, Phosphorgranaten oder RB Leipzig... Das muesste es dann aber auch eigentlich bereits gewesen sein.

Lirum larum Loeffelstiel,
zu erzaehlen gibts nichmehr viel.
Doch, das ist nicht mein Problem,
Ich moecht jetzt noch nen Krimi sehn
Ach, wie waer das wunderbar
Irgendwas mir Kommisar,
Mord und Totschlag, Eherkrach
Ich wuensche eine gute Nacht!

bis bald. Euer Himppe!

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