Montag, 13. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub pt.5

Mit leichter Latenz heute nun die Zusammenfassung des letzten Abenteuertages der ersten Woche. Die Wehmut ist heute mein staendiger Begleiter... Oder ist es die Vorfreude aufs Wochenende? Auf jedem Fall bin ich emotional total aufgewuehlt. lirum larum, das Fazit des Tages:

Laeuft!

An diesem Freitag stehe ich erneut 15Minuten eher auf, als es am Vortag der Fall war. Langsam faellt es mir schwer, aber ich weiß ja, ich werde morgen schoen gechillt ausschlafen (bzw. gehe ich in meiner bodenlosen Naivitaet davon aus). Ein kurzer Sprung unter den tosenden Duschstrahl genuegt und ich steige wie die Venus aus dem Wasser. Mechanisch jage ich die, in Dentagard getunkten, Borsten meiner Zahnbuerste ueber meinen Zahnschmelz. Danach wie immer Aufbruch, Fußweg, S-Bahn, Straßenbahn, Rewe, Mate, Fußweg, Angekommen. Breit gemacht. Meine raeumliche BEscheidenheit werfe ich zum Wochenabschluss in hohem Bogen ueber die Reling. Heute brauche ich mal zig Quadratmeter Platz, um vernuenftig arbeiten zu koennen.
Ich ergaenze die gestern angefertigten Kopien, verschaffe mir einen Ueberblick ueber die Auswertungen des Wissenschaftlichen Zentrums zu den WM-Endrunden ab 1974 und stoebere desweiteren in vielen weiteren Pappkartons herum. Mit einem Auge behalte ich jedoch immer die Uhrzeit im Blick, die mir minutengenau von meiner schicken Armbanduhr angezeigt wird. Schließlich muss ich meine Mitfahrgelegenheit kurz nach 16:00Uhr am Hbf Berlin erwischen.
Der Geschaeftsfuehrer des NOFV erscheint in meiner Kammer und wir unterhalten uns ausfuehrlich ueber das Archiv, das Fußballmuseum und den Fußball im Osten der Republik bis sein Telefon schellt, dann bin ich wieder alleine mit der Geschichte. Die letzte halbe Stunde mache ich es dann nochmal spannend. Als haette ich die Tage zuvor nichts geschafft, lege ich den Turbo-Schalter um, besorg mir einen Karton nach dem anderen und ueberfliege deren Inhalte in wahnwitzigstem Tempo. Kurz vor 15:00 muss ich.mich dann zwingen, die Arbeit fuer diese Woche ruhen zu lassen. Ich verstaue alles ordnungsgemaeß, verabschiede mich hoeflichst von allen Menschen im Gebaeude und dann segle ich auf meinem hohen Ross gen Straßenbahn. Mit der Fahre ich wieder einmal durch die halbe Hauptstadt, lass mich noch von meiner Stiefschwester aufsammeln, uebergebe ihr mein Wochenticket und mach mich dann auf zum Treffpunkt der MFG.
An der Treppe zu einem Gleis gleich beim.Wiener Feinbaecker treffe ich.mich mit dem Organisator der Rueckfahrt. Nach und nach erscheinen noch zwei Personen. Zum Schluss stellt sich heraus, dass er sich damit noch einige Dukaten dazuverdient, ganze 8 Menschen fahren am Ende gemeinsam gen Freistaat. Viel zu viele Gespraeche spaeter erreichen wir Leipzig. Am heimischen Hauptbahnhof erwerbe ich eine Kurzstreckenfahrkarte fuer einen Preis, der sich das Praedikat Frechheit redlich verdient und juchtel mit der Linie 4 nach Hause. Der Briefkasten quillt ueber, was die Postfrau scheinbar dennoch nicht davon abbringen konnte, wenigstens noch zwei/drei Briefe hineinzuknuellen/stopfen (Wenn Sie das lesen, ich wuensche Ihnen auf diesem Wege nen gepflegten Rahmenbruch am Fahrrad, bei voller Fahrt im stroemenden Regen...).
Oben angekommen, wunder ich mich etwas ueber die dezente Unordnung, aber die ist wohl mein Verschulden. Da sich unter den Paeckchen auch PES 2014 befindet, packe ich es sofort aus, installier es auf meinem Rechner und scheitere aber mehrmals bereits im Training auf der Schwierigkeitsstufe Fortgeschrittener. Keine Ahnung, programmierfehler oder sowas. Auf jeden Fall schwillt mir der Hals so dick, ich wuerde nicht mal mehr durch den City-Tunnel passen. Also lade ich.mir noch zwei Folgen Tatort ausm Netz und lege mich ins Schlafzimmer. Das Verbrechen wird aufgeklaert, doch ich bin.bereits im Reich der Traeume.
Bis bald. Euer Himppe

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