Sonntag, 30. Juni 2013

Gestern vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal FIFA 12 gespielt.

Es gibt sie noch.. bzw. es gab sie, die Augenblicke voller Zerstreuung und Frohsinn auf dem Schiff. Wir schrieben die Sternenzeit 22:00 oder etwas später, da ergab es sich, dass ich mich, ausgelaugt vom langen Arbeitstag, auf den verwinkelten Wegen des Schiffes verirrte. Statt in die Kabine auf Deck 4 zu gelangen, befand ich mich alsbald im Teens-Club nahe der X-Lounge so ca. auf Deck 12. Dort tobte noch das Leben. Denn die Adoleszenten drehen um die Uhrzeit bekanntlich erst richtig auf. Der Alkohol macht es möglich. Davon unbeeindruckt, vertrieb ich die Heranwachsenden mit der Bemerkung, dass jetzt Schluss mit Lustig und dieses olle Tanzspiel mit Kameraunterstützung sofort gegen die Fußballsimulation FIFA 12 auszutauschen sei, "sonst ham wa hier glei nen Alpha Alpha".
Man sieht es mir vielleicht nicht an, aber ich gewinne das Spiel gegen die Hertha aus Berlin souverän. Torschützen: Barrios (3), Großkreutz (1), Hummels (1)

Nach einem Spiel war der Spaß aber auch schon vorbei. Alle hatten sich gegen mich verbündet. FIFA wurde wieder in die Hülle verbannt. Ich könne hier doch nicht diktatorisch bestimmen, erklang es aus dem Off. Ne, das vielleicht nicht, aber ich kann die X-Box blockieren. Und so kam es, dass ich 14 h am Stück das doofe Tanzspiel gespielt habe. Allerdings haben mir meine natürlichen Skills nichts gebracht (zumindest keine Punkte im Spiel. Im RealLife waren alle äußerst angetan, sogar der Kapitän kam nach seinen Mahlzeiten immer mal wieder vorbei um sich was abzugucken), da ich immer so nem virtuellen Hirnie mit zwei linken Füßen nachtanzen musste. Und ich könnte schwören der war nie im Takt.
Wer nicht alles gibt, gibt nichts! Am Ende reicht es immer wieder zu einem zweiten Platz.
Der talentbefreite Typ auf der rechten Seite mit den arschigen Badelatschen tanzt so jämmerlich, dass ich irgendwann einfach meine eigene Choreografie durchziehe.
 Irgendwann war auch der Spaß vorrüber. Zwar hat es nie zum ersten Platz gereicht, dennoch hat es was gebracht. Die Teens haben ein paar coole Moves von mir gelernt und ich... naja, ich weiß halt eh schon alles. Was solls. Bis in Bälde!

Samstag, 29. Juni 2013

Gestern vor einem Jahr hatte ich mal 7 Minuten Zeit, um ein bissl aufm Schiff rumzufotografieren.

Ja, man kennt das ja von irgendwoher. Das lästige Arbeiten macht immer wieder einen kräftigen roten Strich durch das Wort Freizeit. Notwendige und vor allem wohlverdiente Freizeit. Wie sehr genießt man da die wenigen Minuten, die einem als Crew-Mitglied im Monat als frei verfügbare Zeit übrig bleiben. Nicht selten heißt es im stark zusammengekürzten Zeitfenster auch noch: "Mann über Bord" respektive "Oscar Oscar" für die Profis. Hier entscheidet es sich dann. Trennt sich die Sahne vom Rest. Wer hier nicht an sich denkt, und dem doofen Typen oder der dicken Trulla zu Hilfe eilt, anstatt die freien Minuten anständig zu nutzen, der leidet alsbald am Burnout oder sowas. Wohlwissend ob dieser Tatsache ignorierte ich also gekonnt die Hilferufe aus dem eisigen Wasser und nutzte die Möglichkeit um mal ein paar Bilder vom Schiff zu saven.

Hier bin ich auf dem Crewdeck und versuche mich an einem künstlerisch wertvollen Bild. Wie man sieht total erfolgreich.
Vorne links ist ein Crewmitglied zu erkennen. Rechts im Wasser der Kopf von Frau Jacobi aus Kabine 5177.
Hier ist der Stellplatz für ein Rettungsboot. Wem die Evakuierung etwas zu lange dauert, der kann sich ja gerne noch schnell ne Fluppe gönnen.
Hier, im oberen Vierte des Bildes befindet sich ein Rettungsboot. Das ist für die Gäste. Der Crew waren aufblasbare Rettungsinseln zugedacht (leider ohne Palme).
Links geht es ins Schiff zurück. Rechts sind die Rettungsinseln. Ganz hinten im Bild war meine, die hätte ich mir aber noch mit anderen teilen müssen.
Der Rettungsring wartet sehnsüchtig auf seinen Einsatz, während ich den Helfern deute, bitte noch nicht ins Bild zu laufen. "Bin noch nicht fertig mit dem Bild...und ne, eins noch. Okay, jetzt ist es eh zu spät für Frau Jacobi. Da kann ich ja die Blende nochn Stück öffnen. Ach nee, da isse wieder, und jetzt wieder weg. Ausm Bild!!!!"
Puhuuu. Einmal ums halbe Schiff in wenigen Minuten und dann auch schon wieder hinter auf Deck 9 und drei Tage durcharbeiten. Kann man sich heute alles gar nicht mehr vorstellen...

Freitag, 28. Juni 2013

Heute mal in eigener Sache und aktuell: Das schönste Zuhause der Welt! Teil 1

Heydihooo! Heute bin ich daheim aufgewacht (zugegebenermaßen nicht das erste Mal) und alles war schick (das ist dagegen schon ne Neuigkeit)!! Ich habe mir die Mühe gemacht und euch zwei Bilder gegenübergestellt, die sich nur auf den ersten Blick ähneln. Bei genauerer Betrachtung merkt man, dass ich die Zimmerpflanzen neu arrangiert habe.

Hier habe ich einige Jahre gehaust. Die ein oder andere Feierlichkeit hat im Laufe der Zeit ihre Spuren an der Wohnsubstanz hinterlassen.
Alles neu! Für die Einweihung der schönen neuen Bude haben sich Größen wie Beyonce und der kubanische Botschafter angekündigt. Rum, Zigarren und R´N´B!!!
Dieser nette Herr hat mir etwas geholfen. Als ich ihm die Bezahlung verweigern wollte, droht er alles wieder kaputtzumachen. Was Beyonce wohl von Löchern in der Fußbodenverkleidung halten würde?
So, des wars, demnächst belästige ich euch wieder mit allerlei Uninteressantem aus der Vergangenheit. Bis in Bälde! Euer Himppe!

So roundabout gestern vor einem Jahr habe ich aus Versehen ein Kind zum Weinen gebracht.

Ja, manchmal gibt es diese Momente, da will man nur helfen/berichtigen/verbessern, aber der Empfänfer deiner gutgemeinten Aktionen weiß es nicht zu schätzen/versteht es falsch/ ist einfach zu nah am Wasser gebaut. Wie dem auch sei, auch mir ist es einmal so ergangen. Ein junger Mensch bat mich, ihm die Logos der beiden Borussias auf die Wangen zu malen. Kein Problem dachte ich mir. Gladbach zack dahingeschludert und dann noch akribisch das Wappen des BVB angebracht. Bis hierhin alles fein. Dann meint der Junge (und nun offensichtlich werdender Gladbach-Fan), ich solle das ganze noch mit nem Ergebnis versehen. 9:0 für Gladbach. Mit vereisten Gesichtzuegen blicke ich ihn an und deute ihm damit, dass ich damit so meine Problem hätte. Also gut denke ich mir, in paar Minuten ist ja noch nicht aller Tage Abend und bringe die Neun und die Null getrennt durch einen Doppelpunkt auf dem Gesicht an. Die erste Betrachtung im Spiegel findet dann auch des Jungens Wohlwollen... tja. Damit hätte man es belassen können... wenn da Bochum, Augsburg, Berlin oder Königswusterhausen anstelle der glorreichen Borussia aus Dortmund gestanden hätte. Unter dem Vorwand, noch eine Ausbesserung vornehmen zu müssen, stand es plötzlich 9:10 und der BVB als Sieger fest. Und ca. eine halbe Stunde lang scheinen alle zufrieden. Dann fängt der kleine Gladbach-Ultra plötzlich jämmerlich an zu schluchzen, tief bewegt nehme ich Anteil und währenddessen entsteht dieses Foto...

Während der Junge im Hintergrund totunglücklich ist, macht mir die ganze Situation ganz schön zu schaffen. Ich leide sozusagen mit.
Schlussendlich singen wir noch alle "Am Borsigplatz geboren" und gehen voller Freude der Nacht entgegen. Der natürlichen Grenze zum nächsten Tag. Mit dem Wissen ein herausragender Pädagoge zu sein, lächle ich mich in den Schlaf.

Dienstag, 25. Juni 2013

Bald ziemlich genau gestern vor einem Jahr trug ich zum ersten mal sunglasses at night.

Es gibt so Tage, an denen klappt gar nichts. Und dann gibt es auch solche Nächte. Und es gibt Tage an denen klappt mal alles. Aber wiederum ebensolche Nächte hält das liebe Leben für uns in seinem Lager vorrätig. Und dann ... ach. Bald ziemlich genau gestern vor einem Jahr trug es sich zu, dass wir ans Ende der Welt gelangen sollten. Und dort erwartete uns neben ner Menge Wasser und dem fiesen Abgrund, von wo die Brühe ins Weltall läuft, noch eine Sonne, die scheinbar nicht so recht mitbekam, dass sie längst untergegangen sein sollte.
Nach der Disko gings rauf aufs Crew-Deck und dort wollte die Sonne einfach nicht untergehen.
Meine Koleginnen konnten es ebenso nicht fassen, überspielen ihre Ungläubigkeit jedoch geschickt mit grimmigen Gesichtausdrücken.
Lässiges Outfit. Zur blauen Crew-Windjacke trägt unser Modell eine schlichte Kombination verschiedener Grautöne. Die dezente Sonnenbrille ist eines der Highlights in diesem hübschen Gesicht.
Auch in der Mitternachtssonne geht anscheinend nix über ne olle Kippe.
Naja, die Sonne blieb, aber irgendwer hat dann die Zeitschaltuhr wieder aktiviert und in der darauffolgenden Nacht wurde es endlich wieder mal dunkel. Kann man sich gar nicht vorstellen. Naja, zum Glück ist es vorbei.

Montag, 24. Juni 2013

Ungefähr gestern vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal einen Sonnenuntergang vom Schiff aus fotografiert

Schwerlich lässt es sich rekonstruieren, das Datum meines ersten, vom Schiff aus fotografierten, Sonnenuntergangs. Ja und bliblablubb, keine Zeit undsoweiter. Untenstehend finden sich nun die ersten drei von unzähligen Sonnenuntergängen, denen ich mit Sehnsucht in der Brust beiwohnte.

Mal schauen, ob sich noch ein paar Finden lassen in den Tausenden von Fotos, die meine Kamera über sich ergehen lassen musste. Ariwiedertschie, euer Lieblings-Himppe!

Freitag, 21. Juni 2013

Und irgendwann war ich nochmal in Talinn. So vor paar Tagen und nem Jahr ungefähr.

Dadadaaa dadadaaaaaa. Wem beim Betrachten des Bildes nicht der Rocky-Jingle durch den Kopf geht, dem ist nicht mehr zu helfen.
Auch in Talinn ist nicht alles Gold was glänzt. Und was gar nicht glänzt, ist erst recht kein Gold!
Keine Ahnung, aber ich werde mir beim Auslösen schon etwas gedacht haben.
Schmale Gassen und mörderisches Gefälle prägen das Stadtbild der architektonischen Perle.
Eine alte Tür versperrt den Weg zu den unermesslichen reichtümern, die dahinter verborgen sein könnten.
Mein guter Freund Kjell sammelt Geld für mich, damit ich mir ein Eis kaufen kann.
Das Foto stammt zwar nicht von mir, dafür von meiner Kamera. (c) Frau K.
Jetzt überlege ich mal kurz.. nichts gebracht. Ich kann jetzt gar nicht genau sagen, ob ich noch einmal in Talinn war. Wenn nicht, wäre es Schade, wenn auch nicht mehr zu ändern. Thats life!

Gestern vor einem Jahr habe ich zum ersten ... ach neee... Gestern vor einem Jahr habe ich ein Schiff fotografiert. Yessss!

Die Überschrift ist nicht ganz korrekt. Es ist wohl schon etwas länger her, bin aber gerade viel zu busy um nachzuschauen, wann es wirklich war. Definitiv ist es länger als ein Jahr her

Da war ich doch ganz froh, dort zu arbeiten, wo ich arbeitete. Die Farb-Kombination  dieses Schiffes sagte mir so rein gar nicht zu. Manchmal muss man ja auch mal Glück haben im Leben...
Und dann ging es auch schon weiter. Bei Gelegenheit trage ich mal nach wo das Foto entstanden ist. Aloha Hey!