Freitag, 23. August 2013

Es geht weiter!

War das nicht ne tolle Woche? Bis auf wenige und dafür aber mitunter heftige Ausnahmen. Ja, war sie. Und um der ganzen doch sehr raumgreifenden Zeiteinheit noch einen runden Abschluss mit auf den Weg zu geben, verkünde ich heute feierlich, dass es der Programmkommission meines Blogs und mir gelungen ist, sich auf ein neues Format zu einigen.
In den nächsten Tagen lüfte ich je ein Geheimnis zum neuen Format. So wird erst Spannung aufgebaut und die Phantasie angeregt bis es dann bei der Auflösung zu ner großen Enttäuschung kommt... wie so oft im Leben auch. Ohne schon zuviel vorweg nehmen zu wollen, ...ah neee, bald! Bis denn! Euer Himppe.

Mittwoch, 14. August 2013

Bilder mit mir. Teil II: Nicht bei der Arbeit.

Jajajajajajajajaaaa. Ein letzter Ritt und dann war es das dann auch schon. Heute noch die Fotos, die mich zeigen, wie ich gerade meine freie Zeit sinnvoll ausnutze und morgen - oder eher überüberübermorgen - dann ein komplett neues Konzept oder aber das alte Konzept nochmal aufgewärmt. Hu nohs?

Das erste Foto beim ersten Ausflug. So recht traue ich dem Ganzen noch nicht.
Auch das muss mal sein. Ein bisschen Gaudi nach dem Indianer-Abend.
Weg da, jetzt komme ich! Die Sommerrodelbahn von Talinn ist wohl die Touristenatraktion.
Ein Bierchen in Talinn und dann sturzbetrunken wieder auf die Brücke und scherzhafte Aufrufe ablassen, die dann durch und über das ganze Schiff schallen. Highlight.
An irgendsonem Fjord lächle ich verkrampft in die Kamera. Das Wetter sagt mir so rein gar nicht zu.
In der Staff-Bar. Hier gibt es wenigstens Bier.
Wieder Staff-Bar.  Die Küche hat ja immer schon zu, wenn wir Feierabend haben. Also gibt es nach getaner Arbeit nen HotDog und ein nahrhaftes Becks.
Vor der Staff-Bar. Don´t know why wir dieses Foto gemacht haben.
Blablabla, die Chefin will schon wieder was, aber ich habe das Foto ja nicht grundlos in die Rubrik Freizeit eingeordnet. Ohren auf Durchzug und rein mit der Schokolade!
Aus der Rubrik "Und täglich grüßt das Murmeltier". An so ziemlich jedem zweiten Abend das gleiche Bild.
Mal wieder ne Messerstecherei nach der Disco auf Deck 4. Ich krall mir dann die Reste.
Tja und dabei können wir es ja nun auch belassen. Höchst unwahrscheinlich, dass ich euch nochmal mit der Zeit auf dem Schiff belästige. Ab jetzt gehts wieder zurück in die Zukunft oder noch weiter zurück in die Vergangenheit. Das habe ich noch nicht endgültig mit meinem Managment geklärt. Bis bald!



Dienstag, 13. August 2013

Bilder mit mir. Teil I: Bei der Arbeit.

Quasi zum Abschluss der Komplexes gibts jetzt noch mal nen bunch von Fotos auf denen ich mich ebenfalls befinde. Mal unheimlich im Stress, mal etwas weniger. Aber immer mit dem diskreten Charme, der mich so charmant macht... Teil I: Bilder mit mir bei der Arbeit
Posieren für die Fotografen-Meute. Genau, als Kung-Fu Kämpfer, der gerade die schweigende Faust des Froschs vollführt.
Geburtstag. Ohne Geschenke dafür vorlaut wie ein sizilianischer Straßenreiniger. Diese jungen Passagiere verstehen es sehr gut, sich meine Missgunst zu sichern.
Ruhe jetzt, oder eure Eltern holen euch ab und dann gehts wieder zurück in den Schwarzwald. Oder nach Bitterfeld.
Hier musste ich so nen komisches Teil zusammenbasteln. War ich froh, als... ne eigentlich war ich es zu keiner Zeit.
Die Armee der Ausgestoßenen. Alle Kinder,  die von ihren Eltern nach der Reise nicht wieder mit nach Hause genommen wurden, hören nun auf mein Kommando.
Ich hab zu tun. Mit gewagtem Strich fülle ich die leeren Stellen des Blattes. Wehe derweil werde ich angesprochen.
Gleich geht es los. Die Besprechung der nächsten Reise. Keiner kann es mehr erwarten.
Stolz präsentiere ich den Pokal, den ich zwar nicht gewonnen, aber dafür sauber gemacht habe.
Die ganzen Nachwuchs-Piraten lassen sich von Captain Sharky zu allerlei Unsinn anstiften. Ich lächele meinen Unmut einfach weg.
Im Cafe oder wie das Ding hieß. Irgendwas mit Bar. Auf jeden Fall erhole ich mich gerade etwas, während ich mit den anderen Kindern auf unser Bier warte.
Der vorletzte Ball ist vor wenigen Augenblicken im Wasser gelandet. Nach der Reise gab es erstmal eine Fußball-pause.
Auch das gibts. Wir sind uns nicht zu schade, Zeug beim Drucker abholen.
Nicht zu bremsen. Wie immer zeige ich vollen Einsatz während meiner Arbeitszeit.
Ich denke das ein ums andere mal, erkennt man den schweiß, der dezent meinen Körper hinunterfließt und so deutlcih macht, wie sehr man sich auf dem Schiff kaputtmachen kann. Aber ich habs ja überlebt. Demnächst dann der zweite Teil. Bis denne!

Mittwoch, 7. August 2013

Vor einigen Tagen und einem Jahr hatte ich meinen ersten freien Tag seit es mich auf das Schiff verschlug. Teil II

Jupp. Zurück in der heimischen Kabine galt es nun, meinen ganzen Kram so zu verstauen, dass ich ihn gemütlich mit nach Hause nehmen konnte. Mehrmals stellte sich mir die Frage, wie ich denn überhaupt alles zum Schiff transportieren konnte, hatte ich ja bereits nach wenigen Minuten keinen Platz mehr im Seesack. Aber irgendwie  klappte es dann doch. Nur mein Motorrad musste ich in der Schublade unter dem Bett zurück lassen. Aber es hatte ja eh keinen TÜV bekommen.

Der Schreibtisch, auf dem sich ein Teil meines Besitzstandes befindet. Der Kalender und die Taschentuch-Box gehörten meinem Mitbewohner.
Sogar auf meinem Bett liegt Zeug von mir. Im Hintergrund erkennt man den Plan über die Dauer meiner Reise und die unzähligen Karten die ich von (einem) lieben Menschen erhielt.
Wohin blos damit? Dann kam mir eine Idee. Dann hatte ich einen Kater.
Tjaaaa. Das wird dann wohl der vorletzte Post gewesen sein, der sich mit meinen spannenden Abenteuern auf dem Schiff auseinander setzt. Denn Fotos folgen keine mehr. Der Schnappschuss, der mich mit meinem Gepäck und im Hintergrund den Berliner Hauptbahnhof zeigt, wird mir wohl nicht mehr zugesandt, obwohl ich vor über eine Woche darum bat. Also Schande über das Haupt der Fotografin und mal sehen, was noch so folgt.

Vor einigen Tagen und einem Jahr hatte ich meinen ersten freien Tag seit es mich auf das Schiff verschlug. Teil I

Ja, da war er nun. Der erste freie Tag seit ich rauf bin auf das schwimmende Ungetüm. Wurden all die vielen arbeitsreichen Stunden also endlich mit etwas Müßiggang vergolten. Was nun aber tun mit der unverhofften Freizeit. Richtig! Wie immer sinnlos vergeuden. Und so ging es rein nach Southhampton ein Fußballtrikot kaufen und den Mädels beim Shoppen zusehen.

Hier war bestimmt vor langer langer Zeit irgendwas ganz Bedeutendes passiert. Sehr wahrscheinlich sogar.
Ungleich historisch unbedeutender sollte diese Immobilie sein. Aber ganz genau weiß ich das nich. Ist ja auch eigentlich Jacke wie Hose.
Hier gabs mein Southampton Trikot im eigenen Fanshop zu kaufen. Natürlich kannte ich keinen einzigen Spieler der Gurkentruppe.
Hier wird gerade das zwölfte Paar Schuhe (vorsichtig geschätzt) anprobiert.
Irgendwann war der Spaß in der Stadt auch zu Ende und es ging wieder auf das Schiff. Da ich nur noch drei Tage hatte, bevor ich wieder nach Leipzig musste, fing ich dann auch schon an, meine Sachen zu packen und in mich zu gehen... nebenher habe ich in den Fernseher geschaut. Gegessen habe ich auch etwas.

Sonntag, 4. August 2013

Vor einem Jahr und drei wundervollen Tagen war ich zum ersten Mal in Saint Peter Port. So Amazing!

Heydihoo. Ähm, jo. Und zwar St. Peter Port. Hab gerade nochmal bei Wikipedia nachgeschaut, da steht nichts davon, was ich euch jetzt erzähle.. also ganz Exklusiv: Ditte hier war der letzte Hafen, an dem die Titanic anlegte. Wobei, wenns nicht bei Wikipedia steht, stimmt es dann überhaupt? Auf jeden Fall hatten und haben die keinen (relevanten) Fußballverein. Den Kapitän hat das - wie auch mein Drängeln, wir sollten doch langsam mal weiterschippern - nicht interessiert.

Die Fischerei-Flotte Saint Peter Ports in ihrer ganzen Pracht gab es auch schon zu Zeiten der Titanic.
Hier nähen sich indische Arbeiterinnen einen Wolf für die textilen Gelüste der dekadenten westlichen Welt.
Das China-Ristorante mit seinem maritimen Flair zieht Besucher aus aller Welt an und ihnen gleichsam das Geld aus der Tasche.
Hat auch was. Ein metallenes Tor versperrt den Duchgang. Kurz vor und während des Auslösens hatte ich mir mal wieder nicht gedacht.
Und da geht es auch schon zurück. Während meine Kolleginnen (rechts im Bild) schon vorsprinten, sichere ich den Moment noch durch ein Foto auf der Speicherkarte.
Mir fällt ein, ich habe dort sogar etwas gegessen. Ich glaube sogar, dass es die einzige Mahlzeit war, die ich während meines Vertrags außerhalb des Schiffes zu mir genommen habe... oder? Ne doch, so war es. Fragt mich jetzt nicht, was es war. Es war irgendwas mit Ei. Aber, wie gesagt, fragt nicht erst.

Vor einem Jahr und einigen Tagen war ich zum ersten Mal in Dublin. Heißer Scheiß!

Eigentlich gibts nicht viel zu berichten. Da ich ja das riesengroße Glück hatte in Belfast von Bord gehen zu dürfen, verbrachte ich den Folgetag komplett auf dem schiff. Meinem in eine Bitte gekleideten und zig mal wiederholten Befehl, mir ein Trikot aus Dublin mitzubringen wurde freilich nicht Folge geleistet. So viele Worte für umsonst. Naja, dafür habe ich ja wahnsinnig tolle Bilder gemacht. Aber seht selbst:
Ein Schiff.
Noch ein Schiff.
Kräne.
Ein Speicher.
Zwei Türme, Container und ein paar Autos.
Das war wieder so ein Tag, von dem man noch seinen Enkeln erzählen wird. Um sie schließlich zu zwingen, auch ihren Enkeln davon zu berichten, die dann einen Dokumentarfilm darüber drehen sollen.. in 3D oder was es bis dahin Ausgefallenes geben wird. Who knows?

Vor einem Jahr und dem ein oder anderen Tag war ich zum ersten Mal beinahe umgebracht worden.

Eijeijei.. Belfast du gefährliches Pflaster. Da wollte ich mir mal wieder gechillt ein Trikot besorgen und hätte meinem Herzenswunsch beinahe mein jähes Ende zu verdanken gehabt. Denn als ich im Sportgeschäft nur das Linfield FC Trikot entdeckte und nach dem Oberteil der Celtics aus Belfast fragte, blickte mich der Besitzer des Geschäfts dermaßen grimmig an, dass mir bewusst wurde: "Scheiße, hier stimmt was nicht".
Da fiel mir ein, die ganzen Christen sind sich ja untereinander spinnefeind und die beiden ortsansässigen Fußballvereine spielen da die Stellvertreter für die beiden Hauptströmungen. Also schnell in der Landessprache gesagt: "Naja, half so wild, I take this, here is my creditcard." Umsatz beruhigt halt auch den heftigsten Fundamentalisten.
Das Colloseum von Belfast. Beinahe wäre ich hier gelandet, doch dann habe ich mich doch noch für das "richtige" Trikot entschieden.
Alles in Belfast gehört einer einzigen NGO, der IRA.
Eine Waffenfabrik der IRA. In der Wimpelgeschmückten Halle befindet sich auch der Werksverkauf  für Freieheitskämpfer.
War ich ja nochmal mit einem blauen Trikot davon gekommen. Wie immer paart sich überbordend viel Glück mit einem scharfen Verstand. Dafür mag ich mich ja auch so sehr. Ein Abschlusssatz? Na gut. Möchte ich die Stadt interessierten Reisenden empfehlen? Neee! Bis bald, euer Himppe.